Drubo

Druckguss

Das Druckgießverfahren

Beim Druckgießverfahren werden Leicht- und Schwermetalle und deren Legierungen unter hohem Druck und mit großer Strömungsgeschwindigkeit in den Formhohlraum gepresst. Der hohe Druck der auf das flüssige Metall wirkt, wird in kinetische Energie umgewandelt und erzeugt hohe Strömungsgeschwindigkeiten. Die hohen Drücke und die großen Metallgeschwindigkeiten lassen es zu, dünnwandige Teile mit komplizierter Geometrie zu gießen. Vorteile des Druckgießens sind die hohe Produktivität und Möglichkeit zur Herstellung dünnwandiger, hochpräziser Teile bei geringstem Aufwand für Nachbearbeitung. Darüber hinaus wird durch die schnelle Erstarrung der Schmelze ein sehr feinkörniges Gefüge erzeugt, welches gute mechanische und physikalische Eigenschaften ergibt. Die Oberflächengüte und die gestalterische Freiheit bei der Konstruktion von Druckgussteilen sind als sehr gut einzustufen. Hauptabnehmer von Druckgussteilen sind die Automobil- und Elektronikindustrie.

RobEnt

Gussteilcharakteristik

Wir fertigen Druckgussteile von 0,1 bis circa 20 kg Stückgewichten in unterschiedlicher Komplexität. Durch Modulbauweise der Werkzeug-Stammformen und den konturgebenden Einsätzen schon ab kleineren Serien bis hin zu Großserienbedarfen.

Gießereiperipherie

Im Umfeld der Druckgießmaschinen stehen eine gasbeheizte Vorschmelzanlage, elektrisch beheizte Warmhalte- und Dosieröfen sowie Entgratpressen zur Verfügung. Der weitere Fertigungsprozess findet mittels Strahlen und Gleitschleifen statt.

Druckgießerei

Wir fertigen mit 11 Druckgießzellen zwischen 220 und 1.600 to Schließkraft. 17 Industrieroboter unterstützen hierbei den Gießprozess im taktautomatisierten Sprühen der Werkzeuge und in der weiteren Handhabung der Gussteile.

SchmelzChar

Legierungen

Hauptsächlich werden die Aluminium-Gusslegierungen AlSi9Cu3 (226), AlSi12 (230), AlSi12Cu1 (231) und AlSi10Mg (239) verarbeitet. Bei besonders hohen Anforderungen an das Festigkeits- und Dehnungsverhalten findet die Legierung Magsimal-59 den Einsatz.

Sonderverfahren

Als wirtschaftliche Alternative zum Kokillen- bzw. Niederdruckguss besteht die Möglichkeit des laminaren Druckgießverfahrens. Die Vorteile liegen im höheren Automatisierungsgrad, schnelleren Prozesszeiten, einer optisch sauberen Druckgussoberfläche sowie weniger Bearbeitungsaufwand bei qualitativ vergleichbarem, dichtem Gussgefüge.